Stift NeumünsterStiftsgeschichte:Da es keine Gründungsurkunde über das "Kloster Neumünster" gibt, das Bischof Adalbero Graf von Lambach (1045-1085) zum Stift erhob, ist es nicht möglich, einen Gründer zu bestimmen. Einige Quellen gehen davon aus, dass Bischof Adalbero der Gründer war. Eine andere Urkunde von 1140 besagt jedoch, dass der damalige Dompropst Otto das Spital mit Priestern versehen ließ, um arme Leute und Fremde darin zu pflegen und Almosen unter ihnen zu verteilen.
Als Folge daraus beschloss das Domkapitel 1670 den damaligen beträchtlichen Weinvorrat und 1800 Gulden (Barschaft aus der Verwaltungskasse) zur Erbauung und Einrichtung mehrerer Zimmer zu verwenden. Folglich erhielt das Stift vom Domkapitel eine ansehnliche Erweiterung und Verschönerung seiner Gebäude. Der Bauplan stammte von: A. Petrini und M. Kaut.
In der folgenden Zeit erhielt das Stift viele Ländereien im Großraum Würzburg. Doch der folgende Investiturstreit (Verlust von über zwei Drittel an ländlichem und finanziellem Besitz) und die Säkularisation trafen das Stift schwer: Am 7.4.1803 fand die letzte Kapitelsitzung statt. Die Protokolle enden mit der Absolvierung der Gründonnerstagszeremonien, ohne ein Wort über die "letzte Zusammenkunft" zu verlieren. Sämtliche Profanbauten wurden am 24.4., 3.5. und 14.5.1805 versteigert und gingen in Privatbesitz über.
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