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Graf / Viktoria / Most
Der Architekt BAB Erich Henneberger entwickelte einen in schlichten Formen gehaltenen Bau in Stahlbeton-Skelettbauweise, der sich dem Neumünster unterordnen sollte. Die Gliederung der Fassaden sollte ähnlich wie bei den anschließenden Häusern Leder-Meid und Kunert ausgeführt werden. Die Außenwände wurden mit Naturstein (Steedener Marmor) verkleidet.
Die Rückfront zur Blasiusgasse wird von zwei hohen Glasbaustein-Bändern gegliedert. Bei der Mündung zum Schmalzmarkt wurde der Baukörper um durchschnittlich 1,50 Meter im Vergleich zur alten Baulinie zurückgenommen, was eine deutlich bessere Sicht ermöglicht und gegenüber dem Neumünster den kleinen Platz entstehen lässt.
Auch hier war es schwierig, auf der verhältnismäßig schmalen Grundfläche der alten Grundstücke (Mittelalter) schöne Geschäftsräume zu schaffen.
"Dem Architekten ist dies durchaus gelungen: In keinem der Läden fühlt man sich beengt, sie laden ein, großzügig und freundlich. Drei besonders angesehene Spezialfirmen sind eingezogen, die schon seit Jahren an diesem Platz verkauft hatten: Edmund Grad-Chemnitzer Strumpfgeschäft, die Parfümerie Victoria und das Süßwarenfachgeschäft Most. Überraschend geräumig wirkt der Verkaufsraum der Firma Graf, die gerade 25jähriges Jubiläum feiern kann." 1
Heute befindet sich neben dem Bekleidungsgeschäft und der Parfümerie Viktoria nach einer Pause wieder eine Confiserie, die nicht mehr zur Ladenkette "Most" gehört. (Bild)

Leder-Meid
Nachdem im Frühjahr 1957 erst das Gebäude der Firma Hügel fertig geworden war, konnte auch die Firma Leder-Meid am 31.7.1957 Richtfest feiern. Architekt Eidel erstellte das neue Geschäftshaus bis Ende Oktober 1957 bezugsfertig.

Juwelier Kunert
Der erste, große Bauabschnitt "Kürschnerhof" war am 9.11.1957 mit der Eröffnung des Juweliers Kunert beendet worden. Die Planung und Bauleitung übernahm auch hier Architekt Georg Eydel.
"Die mit Treuchtlinger Marmor verkleidete Fassade mit einflügeligen Fenstern fügt sich gut in das städtebauliche Bild ein und lässt Kuppel und Turm vom Neumünster voll zur Geltung kommen." 2
Das Grundstück war 1900 in Kunert'schen Besitz gekommen - so bekam der in die Schönbornstraße vorspringende Eckbau mit der Zeit auch den Namen: "Goldeck"
Zum süd-westlichen Block des Kürschnerhofs (Hnr. 1-7)
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