Dom St. Kilian
Der Dom St. Kilian (Kiliansdom) stellt ein Hauptwerk der salischen Kaiserzeit dar und ist eine der größten romanischen Kirchen in Deutschland. Der erste Dom in Würzburg wurde 742 über der Grabstätte des hl. Kilian (Am Ort des heutigen Neumünsters) erbaut und im 9. Jahrhundert, nachdem er bei einem Gewitter ausgebrannt war, an den jetzigen Standpunkt verlegt. Der heutige Bau wurde um 1040 unter Bischof Bruno begonnen. 1187 konnte er schließlich nach einigen Ausbesserungen und Erneuerungen geweiht werden - aus dieser Zeit stammt auch die kreuzförmige Anlage.
Im 13. Jahrhundert wurden mit der Erhöhung der Türme (achteckige Obergeschosse) und der Querschiffgiebel sowie mit der Neuwölbung des Chores wichtige Veränderungen vorgenommen. 1749-54 errichtete Balthasar Neumann zwei Sakristeiräume nördlich und südlich des Chores. Ausserdem erbaute er zusammen mit M. v. Welsch 1721-38 die Schönhorn-Kapelle am nördlichen Querhaus als Grablage der Schönborn-Fürstbischöfe.
1945 brannte der Dom vollständig aus und stürzte zum Teil ein. Bis 1967 waren der Wiederaufbau und die umstrittene Wiederherstellung des Innenraumes abgeschlossen. Bekannt ist der Dom vor allem durch die zahlreichen zwischen den Pfeilern des Hauptschiffes aufgestellten Grabmäler, die gemeinsam mit denen des Mainzer Domes zu den stilgeschichtlich bedeutendsten in ganz Deutschland gezählt werden. (Sie bieten einen Überblick von 700 Jahren!) Verbunden mit dem Dom ist auch der vierflügelige, gotische Kreuzgang des 15. Jahrhunderts.
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